Navigation überspringen
Start
Privatkunden
Kirchliche Einrichtungen
Nachhaltigkeit
Wir für Sie
español
english
Online-Banking
Aktuelles
Weitere Informationen
BANK IM BISTUM ESSEN
BLZ: 36060295
Impressum | AGB + Sonderbedingungen | Nutzungsbedingungen | Datenschutz

Wege aus der Armutsspirale

Mikrofinanzierung

Die Bekämpfung von extremer Armut und Hunger ist das erste der insgesamt 8 Milleniumsziele der UNO. Konkret formuliert ist es das Ziel, zwischen 1990 und 2015 den Anteil der Menschen, die weniger als den Gegenwert eines US-Dollars pro Tag zum Leben haben oder die hungern müssen, zu halbieren.
Dies ist eine gewaltige Aufgabe. Auch die Kirchen haben in ihrem Sozialwort "Für eine Zukunft in Solidarität und Gerechtigkeit" die Übernahme von Verantwortung gefordert. Daher haben wir die Armutsbekämpfung als kirchliches - und weltliches - Ziel im Rahmen der Arbeit für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung in unseren strategischen Planungen fest verankert. Mikrofinanzierung ist dabei ein effizientes Mittel zur Armutsbekämpfung. Und Mikrofinanzanlagen haben gerade in der aktuellen Krise gezeigt, dass sie auch dann stabile und angemessene Erträge erwirtschaften. Und das ist das Maß aller Dinge: die Angemessenheit. 

Und so wirkt Mikrofinanzierung
Viele Menschen in Entwicklungs- und Schwellenländern haben keine Möglichkeit, am wirtschaftlichen Leben teilzunehmen. Oft ist dafür das größte Hindernis, dass sie keinen Zugang zu Finanzdienstleistungen haben. Dabei sind tragfähige Ideen und oft auch das notwendige unternehmerische Wissen und Können durchaus vorhanden. 

Mikrofinanz schließt diese Lücke. Spezialisierte Mikrofinanzinstitute bieten armen, aber wirtschaftlich aktiven Menschen in Entwicklungsländern Finanzdienstleistungen, vor allem Mikrokredite. Diese kleinen Kredite funktionieren wie eine „Hilfe zur Selbsthilfe“. In die Rückzahlungsvereinbarung ist häufig auch eine Sparrate mit eingerechnet, um ein Polster für Krankheit oder andere schwierige Situationen aufzubauen. Mikrofinanz umfasst also mehr als nur die Kreditvergabe: Sparen, Versicherung, Geldtransfer und Kredit ergänzen sich.

Mikrofinanzinstitute – Erfolg durch Kundennähe
Auf diese Kunden spezialisierte Mikrofinanzinstitute gibt es derzeit weltweit etwa zehntausend. Es ist das Prinzip von Hermann Schulze-Delitzsch und Friedrich Wilhelm Raiffeisen mit der Gründung der Kreditgenossenschaften im vorletzten Jahrhundert. Bereits damals wurde nach Kriterien gearbeitet, die wir heute als Mikrofinanz bezeichnen. Die Mikrofinanzinstitute in den Entwicklungsländern sind vor Ort präsent und kennen ihre Kunden sehr genau. Sie begleiten deren Entwicklung mit angepassten Produkten und verfügen über spezialisiertes Wissen in diesem Bereich. 

Mikrofinanz als treibende Kraft für Entwicklung
Der Erfolg der Kleinstunternehmer bedeutet nicht nur einen Schritt heraus aus der Armut für sie selbst und ihre Familien, sondern kann auch Wirtschaftswachstum für eine ganze Region und ein Land bedeuten. Die Systematik von Mikrofinanz hat das Potenzial zu höchst effizienter Entwicklung.

Mikrofinanz – ein Anlagethema mit Sinn
Die finanziellen Mittel zur Vergabe der Kleinstkredite werden häufig von Mikrofinanzfonds zur Verfügung gestellt. Dabei profitiert der Anleger in den Fonds gleich doppelt: durch den finanziellen Ertrag der Anlage und das gute Gefühl anderen Menschen zu helfen. Er weiß, dass sein Geld für ihn einen Mehrwert erwirtschaftet und zusätzlich auch anderen Menschen eine bessere Zukunft ermöglicht. Es ist ein Beitrag, die Entwicklung der Welt aktiv mitzugestalten. 
 
Umfangreiches Know-how
Nicht erst seit der Verleihung des Friedensnobelpreises an Prof. Dr. Muhammad Yunus, den „Banker der Armen“ aus Bangladesh, ist Mikrofinanzierung für uns ein Thema. Bereits seit Jahren beschäftigen wir uns mit dieser Idee, bauen eigenes Know-how auf und haben schon 2007 unseren ersten eigenen Mikrofinanzfonds aufgelegt. Zwei Spezialfonds sind inzwischen hinzugekommen. Damit sind wir ein Pionier in der deutschen Bankenlandschaft, zumal wir auch Direktfinanzierungen in Länder Lateinamerikas, Osteuropas, den Kaukasus und Süd-Ost-Asiens tätigen.
Hinweis: Es gibt derzeit in Deutschland noch keine zum öffentlichen Vertrieb zugelassene Mikrofinanzfonds. Ein Investment ist daher nur im Wege einer "Privatplatzierung" möglich, die neben einem bestehenden Kundenverhältnis ein qualifiziertes Anlageverhältnis voraussetzt. Als unser Depotkunde finden Sie mehr dazu in einem geschützten Bereich.